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Forschungsprojekt - Detailansicht

Bereich Ingenieurwissenschaften - Fakultät Maschinenwesen - Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik - Professur für Montagetechnik für textile Produkte

Individuelle Warnung mittels elektrischer Signale
Kurzbeschreibung (Deutsch)
Arbeitssituationen in gefährlichen Arbeitsbereichen (z.B. an Bahngleisen, in Behältern, bei Wartungsarbeiten in unübersichtlichen Anlagen) erfordern im Gefahrenfall eine zuverlässige und oft individuelle Warnung der Mitarbeiter, so dass sich diese in Sicherheit bringen können. Stand der Technik sind Warnsysteme mit optischen (z.B. Signallampen, Blitzlichtern) und akustischen Signalen (z.B. Sirenen, Hupsignalen) oder selten auch mit Vibrationen. Problematische Situationen ergeben sich dabei dann, wenn die Wahrnehmung dieser Signale durch Ablenkung oder diverse Umgebungseinflüsse erschwert wird oder eine sichere Wahrnehmung nicht gegeben ist. Vibrationen von technischen Geräten (z.B. Handyvibrationsalarm) werden oft durch Arbeitsbewegungen überdeckt oder sind unwirksam, wenn das Gerät nicht direkt am Körper getragen wird. Auch optische oder akustische Warnungen können u.U. durch die Bedingungen am Arbeitsplatz nicht wahrgenommen werden. Ein neuer Forschungsansatz für Warnung in Gefahrensituationen ist die elektrische Stimulation des Menschen. Die Forschungsidee besteht darin, mittels Textilien die elektrischen Signale zuverlässig und mit geringem Aufwand gezielt auf die Hautoberfläche des Menschen zu applizieren. Im Fokus des Vorhabens steht die Ermittlung von Grenzwerten für eine sichere Wahrnehmbarkeit elektrischer Signale, die mit Hilfe textiler, körpernah getragener Kleidungsstücke übertragen werden. Schwerpunkt bildet die Entwicklung spezieller Untersuchungsmethoden zur Erfassung der Signalübertragung und individuellen Wahrnehmung für ausgewählte Warnsituationen. Hierfür sind messtechnische und arbeitswissenschaftliche Untersuchungsmethoden zu entwickeln. Im Rahmen zu entwickelnder Laborexperimente, die die spezifische Umgebungseinflüsse wie z.B. Anpressdruck geeignete Position am Körper und Störeinflüsse simulieren, ist das Zusammenwirken textiltechnologischer, signaltechnischer und biologischer Einflussgrößen auf die Wahrnehmung elektrischer Stimulationen zu qualifizieren und zu quantifizieren und die Wirkungsmechanismen für die Wahrnehmung über die Haut applizierter elektrischer Signale zu formulieren. Darauf aufbauend werden Versuche an Probanden durchgeführt, um die Schwellenwerte für die Erkennbarkeit und die Wahrnehmung zu ermitteln. Die Schwellenwerte bilden die Grundlage für eine künftige Entwicklung eines Warnsystems auf der Basis elektrischer Signale. Später sollen auch Langzeitwirkung und Gewöhnungseffekte untersucht werden. Projektpartner sind Prof. Schmauder, TU Dresden, Institut für technische Logistik und Arbeitssysteme und Prof. Haueisen, TU Ilmenau, Institut für Biomedizinische Technik und Informatik.
Zeitraum
01.02.2017 - 31.12.2021
Art der Finanzierung
Drittmittel
Projektleiter
  • Frau Prof. Dr.-Ing. habil. Sybille Krzywinski
Finanzierungseinrichtungen
  • DFG RO 1303/22-1
  • DFG KR 3487/10-2
Kooperationspartnerschaft
national
Relevant für den Umweltschutz
Nein
Relevant für Multimedia
Nein
Relevant für den Technologietransfer
Ja
Schlagwörter
Schutzkleidung, PSA
Berichtsjahr
2021
Stand: 13.01.2021