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Forschungsprojekt - Detailansicht

Bereich Ingenieurwissenschaften - Fakultät Maschinenwesen - Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik - Professur für Textiltechnik

Entwicklung funktionsangepasster biegeweicher und biegesteifer textiler Strukturen für kundenindividuelle neuartige orthopädische Hilfsmittel
Kurzbeschreibung (Deutsch)
Orthopädische Hilfsmittel kommen altersübergreifend zur Förderung und Unterstützung von Bewegung zum Einsatz. Sie werden zur Heilung/Prophylaxe von Verletzungen des Bewegungsapparats und für Trainings- bzw. leistungssteigernde Effekte im Sport eingesetzt. Die additive Fertigungstechnologie bietet neue Anwendungspotentiale durch die funktionsangepasste Herstellung biegeweicher und biegesteifer textiler Strukturen in Form neuartiger orthopädischer Hilfsmittel. Biegesteife Elemente werden kundenindividuell gefertigt und zeitgleich ohne klassische Fügeprozesse (Nähen, Kleben, Schweißen) auf textile Flächen appliziert. Um die strukturmechanischen Eigenschaften gezielt zu beeinflussen, kommt die faserverstärkte additive Fertigung (endlos: Carbon-, Glas-, Aramid-Filamentgarne; Kurzfasern: Carbon) zum Einsatz.

Das Ziel des Projektes besteht in der Entwicklung einer CAE-Prozesskette zur Herstellung funktionsangepasster biegeweicher und biegesteifer textiler Strukturen für neuartige orthopädische Hilfsmittel. Für eine kundenindividuelle Fertigung werden die thermoplastischen und/oder faserbasierten Verstärkungen additiv gefertigt und auf Basis von 3D-Körperdaten direkt auf textile Flächen appliziert.

Die Möglichkeiten der additiven Fertigung werden bisher von KMU kaum genutzt, obwohl sie von den Kostenvorteilen in der Kleinserienfertigung für individualisierte Produkte am meisten profitieren können. Die Kombination mit textilen Materialien trägt zu einer zügigeren Patienten-/Sportlerversorgung mit kundenindividuellen orthopädischen Hilfsmitteln bei. Der Nutzen des Forschungsvorhabens für KMU der deutschen Textil- und Konfektionstechnik ist als hoch einzuschätzen, da sich mittels additiver Fertigung innovative Multimaterialprodukte zur Erfüllung kundenspezifischer Anforderungen herstellen lassen. Von den Ergebnissen profitiert neben den Textilbranchen (Bekleidung, Outdoor-, Sport-, Schutztextilien, Faserverbund-, Verpackungstechnik, textile Architektur) auch die Medizintechnik.
Zeitraum
01.01.2018 - 31.12.2019
Art der Finanzierung
Drittmittel
Projektleiter
  • Herr Prof. Dr.-Ing. habil. Dipl.-Wirt. Ing. Chokri Cherif
Finanzierungseinrichtungen
  • IGF-Vorhaben-Nr: 19757 BR, Forschungskuratorium Textil e.V.
Kooperationspartnerschaft
national
Relevant für den Umweltschutz
Nein
Relevant für Multimedia
Nein
Relevant für den Technologietransfer
Ja
Schlagwörter
Medizintechnik, Othopädie, textile Strukturen
Berichtsjahr
2019
Stand: 12.02.2019