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Endlagerstätten der Zukunft



Radioaktiver Abfall stellt eine Gefahr für den Menschen dar und darf nicht in die Umwelt gelangen. Am Institut für Ressourcenökologie im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf untersuchen Forscherinnen und Forscher, wie genau sich radioaktive Schwermetalle in der Umwelt ausbreiten und wie ein Endlagerstandort für nuklearen Abfall beschaffen sein muss. Modernste Technik und spezielle Sicherheitsvorkehrungen ermöglichen den Wissenschaftlern eine genaue Untersuchung radioaktiver Schwermetalle, sogenannter Aktinide. Grundlage der Untersuchungen ist das für Endlager vorgesehene Multibarrierenkonzept.

Sollten die technischen Barrieren versagen, würde das radioaktive Schwermetall auf das Wirtsgestein treffen – in deutschen Endlagern ist das Tonmineral, Salzstock oder Granit.

Für die Untersuchung der Aktinide in Verbindung mit den unterschiedlichsten Umweltbedingungen stehen spezielle Handschuhboxen zur Verfügung, die eine zweifache Wirkung haben.

Aktinide treten in den verschiedensten chemischen Formen auf, die alle unterschiedlich mit ihrer jeweiligen Umwelt reagieren. Ziel der Forschung in Rossendorf ist es, diese Verbindungen vollständig zu charakterisieren. So soll entscheidend dazu beigetragen werden, das Verhalten von radioaktiven Stoffen in der Umwelt besser zu verstehen. Eine der wichtigsten Untersuchungsmethoden ist dabei die Laserspektroskopie.

Die Bindungsformen – oder Speziationen – sind je nach Metall und Umwelt unterschiedlich. Die Arbeit der Wissenschaftler gleicht daher einem riesengroßen Puzzle. Alle Ergebnisse werden in eine vom Helmholtz-Zentrum in Dresden entwickelte Datenbank eingetragen, auf die Experten aus Behörden und Forscher aus dem In- und Ausland zugreifen können. Am Institut für Ressourcenökologie werden aber nicht nur Aktinide, sondern auch nicht-radioaktive Schwermetalle auf ihr Verhalten in der Umwelt untersucht.

Diese Gewinnungsmethode ist umweltfreundlicher als das bislang genutzte Verfahren mit sauren Laugen. Das Institut für Ressourcenökologie ist eine der führenden Einrichtungen, wenn es um die Aufklärung der chemischen Form von Metallen und ihr Umweltverhalten geht. Dadurch leistet es einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg zu den Endlagerstätten der Zukunft.

Das Institut ist eines von sieben wissenschaftlichen Instituten im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, der größten Forschungseinrichtung in Sachsen. Der Institutsdirektor ist zugleich Professor an der Technischen Universität Dresden, die somit der wichtigste Kooperationspartner in Forschung, Technologieentwicklung und Ausbildung ist. Einen optimalen Rahmen für diese Zusammenarbeitet bildet die einmalige Forschungsallianz DRESDEN-concept.

Weitere Informationen:

HZDR Rossendorf | Institut für Ressourcenökologie

© DRESDENEINS.TV in Zusammenarbeit mit Forschungsförderung/Transfer der TU Dresden